TSV 1892 Wiernsheim – SC Hohenhaslach   3:0

 

Auf holpriger und hoher Wiese, dafür frohen Mutes, empfing die Wiernsheimer Erste am Sonntag bei bestem Fussballwetter und schöner Kulisse die Gäste aus Hohenhaslach. Von Anfang an ergriff die junge Truppe von der Platte die Initiative. Man störte den Gegner früh und versuchte über die Außen zum Erfolg zu kommen. Im Grunde klappte dies auch relativ ordentlich, einzig und allein die Präzision im Abschluss fehlte auf ganzer Linie.

 

Der Hohenhaslacher Keeper kam bereits nach einer halben Stunde konditionell an seine Grenzen, musste er doch gefühlt 56 Bälle vom Fangzaun holen und abschlagen. Nachdem Beste Gelegenheiten fahrlässig ausgelassen bzw. toll gehalten wurden, platzte der Knoten zum Glück doch irgendwann. Einen langen Wieser-Ball legte Schellin schön nach innen, wo Routinier Sobczyk sich nicht zweimal bitten ließ und zur viel umjubelten Führung einschob. Leider versäumte man es bis zur Pause nachzulegen, so dass es beim knappen 1:0 blieb. Auch über die zahlreichen durchaus gefährlichen Eckbälle von Gavra und Schellin konnte kein weiterer Treffer erzielt werden.

 

Wenigstens brauchte man sich keine ernsthaften Sorgen um einen Gegentreffer zu machen, hatte die Innenverteidigung am Boden (Denis Braun) und in der Luft (Tobi Neubert) bis auf ein paar Wackler doch alles im Griff. Auch Torhüter Bienick verlebte einen ruhigen Tag, und musste nur den ein oder anderen langen Ball ablaufen.

 

Nach dem Wiederanpfiff gab es ganz kurz die einzige Schwächephase des TSV, als man zu passiv agierte und die Hohenhaslacher ein paarmal in Tornähe ließ, wenn auch nur ungefährlich. Genau zum richtigen Zeitpunkt fiel dann auch das erlösende 2:0, dieses Mal in umgekehrter Reihenfolge. Sobczyk bediente über Rechts und Kevin Schellin tat die Kirsche zentral rein. Nun war der Widerstand der Gäste gebrochen und der TSV hatte seinerseits leichtes Spiel mit großen Räumen. Gleich einige Hundertprozentige wurden erarbeitet, aber auch hier wieder nur unzureichend abgeschlossen. Zählbares gelang einzig und allein noch dem bärenstarken Schellin, der sich zusammen mit Wieser den Ball erkämpfte und nach schönem Solo sicher abschloss. Das Tor des Jahres hätte beinahe noch Linksverteidiger Christian Scharf erzielt, der eine Ecke artistisch per Fallrückzieher knapp am Winkel vorbei zimmerte. Es war bislang gar nicht zu ahnen, dass in den scharfschen Genen auch Fallrückzieher schlummern… Tolles Ding jedenfalls.

 

Am Ende strich der TSV nach einer sehr guten Leistung souverän 3 Punkte ein. Spieler, Verantwortliche und Zuschauer zeigten sich gleichermaßen zufrieden, so dass man nach langer Zeit mal wieder auf eigenem Gelände, bei Sonnenschein ein Sieger-Bierchen genießen konnte.

 

 

Es spielten:

Felix Bienick, Jörg Schöbinger, Tobi Neubert, Denis Braun, Christian Scharf, Andy Wieser, Kevin Gavra, Joshua Strasser, Kevin Schellin, Semih Ergün, Sebastian Sobczyk, Marcel Bührer, Kevin Braun